Daten & Analytics

KI-Datenkurator

Du sorgst dafür, dass die Trainingsdaten stimmen – die unscheinbarste Stellschraube mit der größten Wirkung.

Praktikumsdauer
5 Monate
Im Praktikum
1.450 €
Berufseinstieg
4.100 €
Studium
beliebiges Studium mit Datenbezug (B.Sc./B.A.)

Das machst du im Praktikum

  • Beschriftungsrichtlinien schreiben und schärfen
  • Beschriftungsteams anleiten und Rückfragen klären
  • Übereinstimmung zwischen Bearbeitern messen
  • Fehlerhafte Daten aufspüren und korrigieren
  • Datensätze dokumentieren und versionieren

Vom Praktikum bis zum Einstieg

So viel bekommst du als KI-Datenkurator auf den einzelnen Stufen – brutto im Monat.

Praktikum 1.450 € / Monat

entspricht 17.400 € im Jahr

Berufseinstieg 4.100 € / Monat

entspricht 49.200 € im Jahr

Mit 2–3 Jahren Erfahrung

4.500–5.600 €

Orientierungswerte aus Stellenanzeigen und Gehaltsportalen. Für KI-Rollen gibt es keine amtliche Vergütungserhebung – sie sind keine anerkannten Ausbildungsberufe. Unternehmensgröße, Branche und Standort machen den größten Unterschied.

Was macht ein KI-Datenkurator?

Du kümmerst dich um das, wovon jedes Modell lebt: die Beispiele, aus denen es lernt. Das umfasst mehr als Daten sammeln. Es geht darum, festzulegen, was genau beschriftet wird, wie Grenzfälle behandelt werden und woran man erkennt, dass eine Beschriftung falsch ist.

Der unterschätzte Kern ist die Richtlinie. Wenn zwei Bearbeiter dasselbe Bild unterschiedlich einordnen, ist nicht einer von beiden schuld – dann ist die Anweisung unklar. Diese Unklarheit landet als Rauschen im Trainingsdatensatz und begrenzt, wie gut ein Modell überhaupt werden kann.

Was du im Praktikum machst

Häufig die Überarbeitung einer bestehenden Richtlinie samt Prüfung: Wie oft stimmen zwei Bearbeiter überein? Wo weichen sie systematisch ab? Diese Zahl zu erheben ist erstaunlich selten und fast immer aufschlussreich.

Dazu kommt Fehlersuche im Datensatz: Beispiele finden, bei denen das Modell besonders sicher falsch liegt. Sehr oft ist nicht das Modell schuld, sondern die Beschriftung.

Was du mitbringen solltest

Genauigkeit und die Fähigkeit, unmissverständlich zu schreiben. Technisch reichen Grundlagen – Tabellen, etwas Python für Auswertungen.

Was wirklich zählt, ist die Fachdomäne. Wer medizinische Aufnahmen kuratiert, sollte wissen, worauf es dort ankommt. Deshalb ist die Rolle auch für Quereinsteiger aus dem jeweiligen Fach interessant.

Was du verdienst

Praktika liegen bei rund 1.450 Euro brutto im Monat. Der Einstieg bewegt sich um 4.100 Euro, mit Erfahrung zwischen 4.500 und 5.600 Euro. Das Niveau liegt unter den stark technischen Rollen – der Einstieg ist dafür ohne Informatikstudium möglich.

Wie es weitergeht

Ein Weg führt in die Leitung der Datenbeschaffung, wo auch über Dienstleister und Budgets entschieden wird. Ein anderer führt weiter in die Auswertung: Wer die Daten am besten kennt, wird oft zum Data Scientist im selben Bereich.

Das solltest du mitbringen

Stärken

  • • Genauigkeit
  • • Geduld
  • • klare Formulierung
  • • Auge für Widersprüche

Studium & Vorwissen

  • • Informatik
  • • Sprachwissenschaft
  • • Psychologie
  • • Fachrichtung der jeweiligen Domäne

Ein abgeschlossenes Studium ist für das Praktikum nicht nötig – die meisten Stellen richten sich an Studierende ab dem dritten oder vierten Semester. Wichtiger als die Note sind eigene Projekte, die man zeigen kann.

Wo du arbeitest

  • KI-Team
  • Beschriftungsdienstleister
  • Medizintechnik
  • Automobilindustrie

Wie es danach weitergeht

  • Leitung Datenbeschaffung
  • Data Scientist
  • Qualitätsmanagement
  • Spezialisierung auf eine Domäne

Häufige Fragen

Wie lange dauert ein Praktikum als KI-Datenkurator?

Üblich sind 5 Monate. Pflichtpraktika im Studium sind oft kürzer, freiwillige Praktika und Werkstudentenstellen laufen häufig länger.

Was verdient man als KI-Datenkurator?

Im Praktikum sind es rund 1.450 Euro brutto im Monat, beim berufseinstieg rund 4.100 Euro. Mit zwei bis drei Jahren Erfahrung liegt die Spanne meist zwischen 4.500 und 5.600 Euro.

Welche Voraussetzungen braucht man?

Üblich ist ein Studium in Richtung Informatik, Sprachwissenschaft, Psychologie oder Fachrichtung der jeweiligen Domäne. Ein Abschluss ist für das Praktikum nicht nötig – gefragt sind vor allem Genauigkeit, Geduld, klare Formulierung und Auge für Widersprüche.

Wie geht es nach dem Praktikum weiter?

Typische Wege sind Leitung Datenbeschaffung, Data Scientist, Qualitätsmanagement oder Spezialisierung auf eine Domäne. Das Gehalt liegt dann meist zwischen 4.500 und 5.600 Euro brutto im Monat.

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