Daten & Analytics

Analytics Engineer

Du baust die aufbereiteten Datenschichten, auf denen alle anderen arbeiten – und sorgst dafür, dass eine Kennzahl im ganzen Haus dasselbe bedeutet.

Praktikumsdauer
5 Monate
Im Praktikum
1.550 €
Berufseinstieg
4.600 €
Studium
Wirtschaftsinformatik, Informatik, Statistik (B.Sc./M.Sc.)

Das machst du im Praktikum

  • Rohdaten in verständliche Datenmodelle überführen
  • Kennzahlen an einer Stelle definieren und pflegen
  • Tests auf Daten schreiben und automatisch laufen lassen
  • Transformationen versionieren und Änderungen nachvollziehbar halten
  • Datenschichten dokumentieren und Fachbereiche einarbeiten

Vom Praktikum bis zum Einstieg

So viel bekommst du als Analytics Engineer auf den einzelnen Stufen – brutto im Monat.

Praktikum 1.550 € / Monat

entspricht 18.600 € im Jahr

Berufseinstieg 4.600 € / Monat

entspricht 55.200 € im Jahr

Mit 2–3 Jahren Erfahrung

5.300–6.500 €

Orientierungswerte aus Stellenanzeigen und Gehaltsportalen. Für KI-Rollen gibt es keine amtliche Vergütungserhebung – sie sind keine anerkannten Ausbildungsberufe. Unternehmensgröße, Branche und Standort machen den größten Unterschied.

Was macht ein Analytics Engineer?

Du sitzt zwischen zwei etablierten Rollen und füllst genau die Lücke, die sie lassen. Der Data Engineer bringt Daten überhaupt erst ins Haus: Anbindungen, Ladestrecken, Speicherung, Zuverlässigkeit. Der Data Analyst beantwortet damit Fragen des Geschäfts. Dazwischen liegt eine Schicht, die früher niemandem gehörte – die Umwandlung von rohen, technisch benannten Tabellen in verständliche, geprüfte Modelle, mit denen man arbeiten kann, ohne die Quellsysteme zu kennen. Diese Schicht baust und pflegst du.

Konkret heisst das: Aus mehreren Rohtabellen entsteht eine saubere Tabelle „Bestellungen" mit klaren Feldern, dokumentierter Bedeutung und definierten Regeln – wie Stornos behandelt werden, welche Testbestellungen ausgeschlossen sind, wann eine Bestellung als abgeschlossen gilt. Was danach kommt, greift auf diese eine Tabelle zu, statt die Regeln jedes Mal neu zu erfinden.

Der zweite Kern ist die Kennzahlendefinition an einer Stelle. Das häufigste Datenproblem in Unternehmen ist nicht falsche Rechnung, sondern uneinheitliche Definition: Der Vertrieb zählt Umsatz anders als das Controlling, und beide haben recht. Wenn die Definition einmal im Modell steht statt verstreut in Berichten, verschwindet der Streit.

Dazu kommt Handwerkszeug aus der Softwareentwicklung, das in der Datenwelt lange fehlte. Transformationen liegen in einer Versionsverwaltung, Änderungen laufen über Prüfungen durch Kollegen, und auf den Daten selbst laufen Tests: Ist dieser Schlüssel eindeutig? Gibt es Werte ausserhalb des erlaubten Bereichs? Ist die Zeile heute noch da, die gestern da war? Ein Bericht, der still falsch wird, kostet mehr als einer, der sichtbar bricht.

Warum diese Rolle in den letzten Jahren entstanden ist, hat einen einfachen Grund: Moderne Datenspeicher rechnen schnell und günstig genug, dass man Daten nicht mehr vor dem Laden fertig aufbereiten muss. Das Aufbereiten wanderte hinter das Laden – und damit weg vom Data Engineer, hin zu jemandem, der die Fachlogik kennt und trotzdem sauber entwickelt.

Abgrenzung in einem Satz: Der Data Engineer verantwortet, dass Daten ankommen; du verantwortest, dass sie verständlich und verlässlich sind; der Data Analyst verantwortet, was man daraus schliesst.

Was du im Praktikum machst

Meist übernimmst du einen abgegrenzten Bereich – ein Quellsystem, einen Fachbereich – und baust dessen Modelle auf oder um. Ein häufiger Auftrag ist auch Aufräumen: Berichte, die dieselbe Zahl unterschiedlich berechnen, gegeneinander halten und auf eine gemeinsame Definition bringen.

Dazu kommen Tests. Bestehende Modelle mit Prüfungen zu versehen, ist eine gute Praktikumsaufgabe, weil du dabei das Datenmodell wirklich verstehen musst – und weil dabei fast immer Fehler auffallen, die schon länger unbemerkt mitliefen.

Was du mitbringen solltest

SQL ist das zentrale Werkzeug, und zwar über einfache Abfragen hinaus: Fensterfunktionen, Verknüpfungen mit vielen Tabellen, Verständnis für Ausführungspläne. Dazu Versionsverwaltung mit Git und Grundkenntnisse in Datenmodellierung.

Genauso zählt die Bereitschaft, Fragen zu stellen, die unbequem sind. Eine Kennzahl sauber zu definieren bedeutet oft, zwei Abteilungen an einen Tisch zu holen, die bisher nebeneinander her gerechnet haben. Das ist weniger eine technische als eine geduldige Aufgabe, und sie entscheidet darüber, ob deine Modelle später tatsächlich genutzt werden oder ob jeder wieder seine eigene Abfrage schreibt.

Was du verdienst

Praktika liegen bei rund 1.550 Euro brutto im Monat. Der Einstieg bewegt sich um 4.600 Euro, mit zwei bis drei Jahren Erfahrung zwischen 5.300 und 6.500 Euro. Das sind Erfahrungswerte; die Rolle liegt meist leicht über dem Data Analyst und leicht unter dem Data Engineer.

Wie es weitergeht

Ein Weg führt technischer Richtung Data Engineering oder Datenarchitektur. Ein zweiter führt fachlich weiter, bis du die Datenmodelle des ganzen Hauses verantwortest. Und weil du beide Seiten kennst, ist die Leitung eines Datenteams ein naheliegender dritter Schritt.

Das solltest du mitbringen

Stärken

  • • Ordnungssinn
  • • sauberes SQL
  • • Denken in Abhängigkeiten
  • • Abstimmung mit Fachbereichen

Studium & Vorwissen

  • • Datenbanken
  • • Wirtschaftsinformatik
  • • Datenmodellierung
  • • Statistik

Ein abgeschlossenes Studium ist für das Praktikum nicht nötig – die meisten Stellen richten sich an Studierende ab dem dritten oder vierten Semester. Wichtiger als die Note sind eigene Projekte, die man zeigen kann.

Wo du arbeitest

  • Zentrales Datenteam
  • E-Commerce
  • Beratung
  • Software- und Plattformunternehmen

Wie es danach weitergeht

  • Senior Analytics Engineer
  • Data Engineer
  • Data Architect
  • Leitung Datenteam

Häufige Fragen

Wie lange dauert ein Praktikum als Analytics Engineer?

Üblich sind 5 Monate. Pflichtpraktika im Studium sind oft kürzer, freiwillige Praktika und Werkstudentenstellen laufen häufig länger.

Was verdient man als Analytics Engineer?

Im Praktikum sind es rund 1.550 Euro brutto im Monat, beim berufseinstieg rund 4.600 Euro. Mit zwei bis drei Jahren Erfahrung liegt die Spanne meist zwischen 5.300 und 6.500 Euro.

Welche Voraussetzungen braucht man?

Üblich ist ein Studium in Richtung Datenbanken, Wirtschaftsinformatik, Datenmodellierung oder Statistik. Ein Abschluss ist für das Praktikum nicht nötig – gefragt sind vor allem Ordnungssinn, sauberes SQL, Denken in Abhängigkeiten und Abstimmung mit Fachbereichen.

Wie geht es nach dem Praktikum weiter?

Typische Wege sind Senior Analytics Engineer, Data Engineer, Data Architect oder Leitung Datenteam. Das Gehalt liegt dann meist zwischen 5.300 und 6.500 Euro brutto im Monat.

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