KI in der Anwendung

AI Solution Engineer im Vertrieb

Du bist die technische Stimme im Vertriebsgespräch – du baust den Machbarkeitsnachweis und sagst auch, was nicht geht.

Praktikumsdauer
5 Monate
Im Praktikum
1.550 €
Berufseinstieg
4.700 €
Studium
Informatik, Wirtschaftsinformatik, Ingenieurwesen (B.Sc./M.Sc.)

Das machst du im Praktikum

  • Anforderungen eines Kunden aufnehmen und einordnen
  • Lösungsvorschläge zuschneiden und darstellen
  • Machbarkeitsnachweise mit echten Kundendaten bauen
  • Technische Fragen im Gespräch beantworten
  • Rückmeldungen an Produkt und Entwicklung weitergeben

Vom Praktikum bis zum Einstieg

So viel bekommst du als AI Solution Engineer im Vertrieb auf den einzelnen Stufen – brutto im Monat.

Praktikum 1.550 € / Monat

entspricht 18.600 € im Jahr

Berufseinstieg 4.700 € / Monat

entspricht 56.400 € im Jahr

Mit 2–3 Jahren Erfahrung

5.500–7.200 €

Orientierungswerte aus Stellenanzeigen und Gehaltsportalen. Für KI-Rollen gibt es keine amtliche Vergütungserhebung – sie sind keine anerkannten Ausbildungsberufe. Unternehmensgröße, Branche und Standort machen den größten Unterschied.

Was macht ein AI Solution Engineer im Vertrieb?

Du bist im Vertrieb für alles zuständig, was technisch wird. Der Vertrieb bringt den Kontakt und führt die kaufmännische Seite, du übernimmst die Frage, ob und wie das Produkt das Problem des Kunden tatsächlich löst. In vielen Häusern heißt die Rolle Presales, Sales Engineer oder Solution Engineer – gemeint ist dasselbe.

Der Ablauf wiederholt sich. Zuerst hörst du zu: Was ist das eigentliche Problem, was ist bereits vorhanden, welche Daten gibt es, wer entscheidet? Kunden beschreiben ihre Anforderungen oft in Lösungen statt in Problemen, und ein Teil deiner Arbeit besteht darin, das aufzudröseln. Dann schneidest du eine Lösung zu und stellst sie dar – nicht als Vortrag über Funktionen, sondern anhand des Falls, den der Kunde geschildert hat. Häufig folgt ein Machbarkeitsnachweis: Du baust in ein bis drei Wochen einen kleinen Aufbau mit echten Daten des Kunden, der zeigt, was geht und wie gut. Und schließlich sitzt du im Gespräch, in dem die technischen Fragen kommen – zu Datenschutz, Schnittstellen, Antwortzeiten, Betrieb, Kosten.

Für technisch Interessierte, die gern reden, ist das einer der zugänglichsten Einstiege in KI-Arbeit. Du brauchst Tiefe, aber nicht die Tiefe einer Forschungsrolle. Du siehst innerhalb eines Jahres mehr unterschiedliche Unternehmen, Datenlagen und Anwendungsfälle als in fast jeder anderen Position. Und du bekommst schnell eine Rückmeldung, ob deine Einschätzung stimmte – der Kunde kauft oder nicht, und das Projekt gelingt oder nicht.

Verlangt wird dafür eine Eigenschaft, die man üben muss: ehrlich sagen zu können, was nicht geht. Wenn ein Produkt eine Anforderung nicht erfüllt, ist das im Gespräch die unbequemere Antwort, im Projekt aber die billigere. Wer zusagt, was später niemand liefern kann, verkauft einmal und verliert danach den Kunden und die Glaubwürdigkeit im eigenen Haus.

Die Abgrenzung zum KI-Consultant liegt in der Bindung an ein Produkt. Der Consultant ist dem Kunden verpflichtet und darf zu dem Ergebnis kommen, dass gar keine KI nötig ist; er bleibt oft über Monate in einem Projekt. Du vertrittst ein bestimmtes Produkt, arbeitest in kürzeren Schleifen und gibst nach dem Abschluss an die Umsetzung ab. Beide Rollen erfordern dieselbe Einschätzungsfähigkeit, aber die Auftraggeber sind verschieden.

Was du im Praktikum machst

Du begleitest zunächst Gespräche und Vorführungen und übernimmst die Vorbereitung: Unterlagen zuschneiden, Beispieldaten aufbereiten, eine Vorführung so einrichten, dass sie den Fall des Kunden trifft.

Der typische eigene Auftrag ist ein Machbarkeitsnachweis für eine kleinere Anfrage – ein abgegrenzter Aufbau, den du selbst baust, dokumentierst und vorstellst. Dazu kommt oft Sammelarbeit: wiederkehrende technische Fragen aus Gesprächen zusammentragen, damit Antworten nicht jedes Mal neu entstehen, und die Punkte an das Produktteam weitergeben, an denen Kunden regelmäßig hängen bleiben.

Was du mitbringen solltest

Genug Technik, um selbst etwas zu bauen: Python, Schnittstellen, ein Grundverständnis von Modellen, Daten und Cloud-Umgebungen. Du musst nichts davon in voller Tiefe beherrschen, aber du musst schnell einschätzen können, wie aufwendig etwas wird.

Der andere Teil ist Auftreten. Du sprichst mit Fachabteilungen, mit IT-Verantwortlichen und mit Menschen, die entscheiden – oft in einem Termin. Zuhören zählt dabei mehr als Vortragen, und Fragen sind meist wertvoller als Folien.

Was du verdienst

Praktika liegen erfahrungsgemäß bei rund 1.550 Euro brutto im Monat. Der Einstieg bewegt sich um 4.700 Euro, mit zwei bis drei Jahren Erfahrung zwischen 5.500 und 7.200 Euro. Ein Teil der Vergütung ist in dieser Rolle häufig variabel und an den Vertriebserfolg gekoppelt; die genannten Werte beziehen sich auf das Gesamtpaket.

Wie es weitergeht

Ein Weg führt in die Leitung eines Presales-Teams. Ein zweiter führt in die Beratung, weil die Einschätzungsfähigkeit dieselbe ist. Und ein dritter führt ins Produkt – niemand kennt die Einwände der Kunden so genau wie jemand, der sie ein Jahr lang beantwortet hat.

Das solltest du mitbringen

Stärken

  • • Freude am Erklären
  • • schnelle Auffassungsgabe
  • • Ehrlichkeit gegenüber Grenzen
  • • Belastbarkeit bei Terminen

Studium & Vorwissen

  • • Informatik
  • • Wirtschaftsinformatik
  • • Maschinelles Lernen
  • • Kommunikation

Ein abgeschlossenes Studium ist für das Praktikum nicht nötig – die meisten Stellen richten sich an Studierende ab dem dritten oder vierten Semester. Wichtiger als die Note sind eigene Projekte, die man zeigen kann.

Wo du arbeitest

  • Softwareanbieter
  • KI-Dienstleister
  • Cloud-Anbieter
  • Systemhaus

Wie es danach weitergeht

  • Senior Solution Engineer
  • Leitung Presales
  • KI-Consultant
  • Produktverantwortung

Häufige Fragen

Wie lange dauert ein Praktikum als AI Solution Engineer im Vertrieb?

Üblich sind 5 Monate. Pflichtpraktika im Studium sind oft kürzer, freiwillige Praktika und Werkstudentenstellen laufen häufig länger.

Was verdient man als AI Solution Engineer im Vertrieb?

Im Praktikum sind es rund 1.550 Euro brutto im Monat, beim berufseinstieg rund 4.700 Euro. Mit zwei bis drei Jahren Erfahrung liegt die Spanne meist zwischen 5.500 und 7.200 Euro.

Welche Voraussetzungen braucht man?

Üblich ist ein Studium in Richtung Informatik, Wirtschaftsinformatik, Maschinelles Lernen oder Kommunikation. Ein Abschluss ist für das Praktikum nicht nötig – gefragt sind vor allem Freude am Erklären, schnelle Auffassungsgabe, Ehrlichkeit gegenüber Grenzen und Belastbarkeit bei Terminen.

Wie geht es nach dem Praktikum weiter?

Typische Wege sind Senior Solution Engineer, Leitung Presales, KI-Consultant oder Produktverantwortung. Das Gehalt liegt dann meist zwischen 5.500 und 7.200 Euro brutto im Monat.

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